Der Hochtaunuskreis ehrte Heimatforscher Wolfgang Ettig mit dem Saalburgpreis für Geschichte- und Heimatpflege. Die Grundlage für die Auszeichnung ist, die Geschichte zu bewahren, Neues zu entdecken und sich in eine Materie zu vertiefen, aus die der Kreis sich geformt hat: Geschichte. Der Förderpreis 2020 ging an Kerstin Junk.

Wolfgang Ettig forciert bei seinen Forschungen einen regionalhistorischen Ansatz, er nimmt dabei das gesamte „Usinger Land“ in den Blick und leistet somit wichtige inhaltliche Impulse für die Regionalgeschichte, die mehr ist als die Summe vieler Ortsgeschichten. Als Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Geschichts- und Heimatvereine des Hochtaunuskreises bemüht er sich zudem um den Austausch und die Vernetzung der lokalen Vereine.

Seit 2019 sind Kerstin Junk und Wolfgang Ettig im ehrenamtlichen Grabungsteam des renommierten Burgenforschers Dr. Joachim Zeune damit beschäftigt die Ruine der Wallfahrtskirche „Unserer Lieben Frau vom Landstein“ im Weiltal archäologisch zu untersuchen und die Grabungsergebnisse zu sanieren.

Ettig verschaffe sich durch seine akribischen Nachforschungen, nicht nur aktiv vor Ort, sondern auch in der Historie bei der Sichtung und Auswertung noch erhaltener Dokumente und Archivalien die Achtung von Grabungsleiter Dr. Zeune.

Aufgrund der Pandemie wurde beiden der Preis erst im Juni 2021 in einem Festakt im Usinger Schlossgarten, zusammen mit rund 100 geladenen Gästen von Landrat Ulrich Krebs und Kreistagsvorsitzender Renzo Sechi übergeben.

[Frankfurter Allgemeine Zeitung, Taunus-Zeitung, Usinger Anzeiger]